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  • Fröhliche Wettbewerbe

    Fröhliche Wettbewerbe

    Die Majestäten von Finkhaushallig mit Schützen-General Rolf Pfitzner (l.) und Reiter-General Henning Petersen (r.): (v.l.) Sven Hansen, Laura Graf, Rosi Simon und Maria Lauszus. hn

    FINKHAUSHALLIG Bei besten Bedingungen wurden im Simonsberger Ortsteil Finkhaushallig die Ringreiter-, Schützen- und Kegelmajestäten ermittelt. Der Tag begann mit dem Antreten und Abholen der Vorjahreskönige zu den Klängen des Spielmannszuges Rödemis. Sehr spannend wurde es dann am Nachmittag, als die Königswettbewerbe begannen. Maria Lauszus wurde neue Königin der Ringreiter, Rosi Simon errang den Titel Kegelschießkönigin. Sven Hansen ist neuer Schützenkönig und Laura Graf die Schützenkönigin. Bei der Kaffeetafel am Nachmittag gab es besondere Ehrungen: Anja Krause wurde für 40-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet, Kerstin Henningsen und Frank Herpel für 25-jährige. Weitere Preisträger der Ringreiter: 1. Volker Petersen sowie Frühstücks- und Senioren-Pokal; 2. Anne Feddersen, sowie Tagesbester-, Amazonen- und U25-Pokal; 3. Henning Petersen; 4. Anke Johannsen; 5. Maria Lauszus; K.-o.-Pokal: Sönke Carstensen. hn

     

    Geschrieben am Montag, 15 Juli 2019 14:19
  • Erinnerungen an das Leben auf dem Lande
    Erinnerungen an 
    das Leben auf dem Lande
    Ehemaliger Landwirt erinnert an das Eiderstedt vor 70 Jahren
    Osterhever

    Dass Christian Mahrt aus Simonsberg über 80 Jahre alt ist, sieht man ihm nicht an: Agil und aufmerksam hört er zu, wirkt zurückhaltend – dabei hat der ehemalige Landwirt viel erlebt und zu erzählen: nichts weniger als acht Jahrzehnte Leben auf dem Lande in Nordfriesland. Das kann man nun in seiner Biografie „Bratkartofflen in Muckefuck“ nachlesen, die im Husumer ihleo verlag erschienen ist.

    Christian Mahrt wurde in Drelsdorf in eine Landwirtsfamilie geboren. Noch in den 1930er-Jahren erhielten seine Eltern eine Siedlungsstelle im Norderheverkoog, Gemeinde Osterhever. Mit anderthalb Jahren zog Christian Mahrt nach Eiderstedt. Doch waren die Bedingungen dort noch härter als auf der heimatlichen Geest. Überhaupt war das Leben bestimmt von harter körperlicher Arbeit, im Rhythmus von Sonnenaufgang bis -untergang. Gesprochen wurde natürlich Platt, Hochdeutsch wurde erst in der Schule gelernt. Wege wurden zu Fuß oder per Rad erledigt, wenn es etwas zu transportieren galt, auch mit dem Pferdegespann. „Besonders für die Frauen war es eine doppelte Schinderei,“ erklärt der Autor: „Sie mussten den Haushalt führen und in der Landwirtschaft helfen, melken, buttern, Käse und Brot herstellen, den Gemüsegarten bewirtschaften und natürlich kochen und waschen. Das alles ohne elektrische Geräte oder fließendes Wasser.“

    Ungleich zu heute war Landwirtschaft aber auch eine Lebensform, eine Gesellschaft mit eigenen Regeln: Was im Umgang miteinander selbstverständlich war, wer das Sagen hatte, was nachbarschaftlich unausgesprochen galt, wie und wo man sich traf, bei Jubiläen, beim Schlachtfest, die Aufgaben des Einzelnen wie die der „Jungen Männer“ und „Jungen Mädchen“ (Knechte und Mägde). Doch gerade die klaren Regeln und die harte Arbeit öffneten auch Freiräume, die es heute nicht mehr so gibt. Man regelte die Dinge untereinander, half sich, Abweichunen wurden toleriert, solange man den anderen nicht störte. Die Häuser waren offen, Besucher immer willkommen. Christian Mahrt hat diese Epoche als Kind erlebt, hat trotz Strenge der Eltern und Lehrer, trotz zahlreicher Pflichten eben auch diese Freiheiten genossen: Kinder spielten draußen – ohne Aufsicht von Erwachsenen. Sie baute n Unsinn, testeten die Grenzen aus. Heute ist von dieser Alltagskultur nur wenig geblieben. „Es war das Ende einer Ära“, fasst Christan Mahrt zusammen, denn „heute hat der Strukturwandel in der Landwirtschaft alles verändert. Meinen Söhnen konnte ich nicht raten, den Hof weiterzuführen.“ So hat er alles verkauft. Auf mehr als 300 Seiten hat Christian Mahrt seine Erinnerungen zusammengefasst, zahlreiche Fotografien ergänzen seine Schilderungen. Das Werk ist im Buchhandel oder beim ihleo verlag in Husum erhältlich.
    hn

    Geschrieben am Mittwoch, 10 Juli 2019 10:16

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